schnelle hilfe & infos für den tierarztbesuch

Bei verwundeten und kranken Tieren ist schnelle Hilfe erforderlich. Viele Krankheiten und Verletzungen können in Auffangstationen behandelt werden. Wenn eine medizinische Versorgung durch einen Tierarzt erforderlich ist, sollte dieser jedoch umgehend aufgesucht werden, bevor die Tiere durch unsere Auffangstation übernommen werden. Oft ist die Zeit der entscheidende Faktor, ob ein Tier überlebt. Daher rufen Sie und bitte umgehend an, wenn Sie einen solchen Notfall gefunden haben. Wir entscheiden mit Ihnen, ob der direkte Weg zu einem Tierarzt oder eine Tierklinik notwendig ist.

Leider weigern sich einige Tierärzte und Tierkliniken, Wildtiere zu behandeln. Daher klären Sie unbedingt vorher telefonisch ab, ob sie mit ihrem Wildtier vorbei kommen können. Es bleibt oft nicht viel Zeit, um den betroffenen Tieren eine überlebensnotwendige Behandlung zukommen zu lassen. Daher ist es wichtig, schnell und effektiv zu handeln.

Zudem sind nicht alle Tierärzte bei der Behandlung aller Wildtierarten so erfahren, um eine optimale Behandlungsmethode und Medikamentation zu verabreichen.
Um Fehler zu vermeiden, finden Sie hier einige Angaben, die Sie dem behandelnden Tierarzt an die Hand geben können, sollten bei der Behandlung Unsicherheiten auftreten.

Bitte lassen sie die Behandlung kranker und verletzter Tiere immer von einem Tierarzt und/oder einer Auffangstation durchführen! Die meisten Tiere brauchen eine längere Nachversorgung und artgerechte Unterbringung, bis Sie wieder so fit sind, dass Sie frei gelassen werden könne.

Für die Angaben übernehmen wir keine Haftung. Es handelt sich um Behandlungsmaßnahmen und Medikamentationen, die wir erfolgreich mit unseren Tieren anwenden und als Orientierung für unklare Behandlungsabläufe betroffener Tiere angeben. Eine Überprüfung zu Dosierungen, Wechsel- und Nebenwirkungen, sollte grundlegend durch den Tierarzt erfolgen.

 

BLUTENDE NASE, OFFENE WUNDEN, KATZENBISS, FRAKTUREN, AMPUTATIONEN, VORHAUT-/PENISVORFALL

Besonders Jungtiere leiden nach einem tiefen Sturz häufig unter blutenden Näschen und teilweise ausgeschlagenen Zähnen.

Offene, blutende Wunden müssen gereinigt und desinfiziert werden. Bei anhaltenden Blutungen, sollten diese durch einen Druckverband verschlossen werden. Bitte die Wunden nach Fremdkörpern absuchen und diese gbfl. entfernen.

Bei Katzenbissverletzungen, selbst bei minimalen Wunden, sollte neben der Wundversorgung in jedem Fall ein Antibiotikum über mehrere Tage verabreicht werden, da solche Bissverletzungen bedingt durch den Speichel der Katzen, meist tödlich enden.

Bei Frakturen, z.b. der Beine oder des Schweifes müssen diese geschient und das betroffene Tier so verwahrt werden, dass der entstandene Bruch ausheilen kann.

Amputationen einer Pfote oder des Schwanzes kommen häufig vor und sind kein Todesurteil für die betroffenen Tiere! Sie lernen in der Regel den Verlust der Gliedmaße auszugleichen und kompensieren das fehlende Glied. In freier Natur sehen wir immer wieder sehr gut Beispiele von adulten Tieren, die mit ihrer Amputation ein normales Eichhörnchen Dasein führen. Daher müssen betroffene Tiere nicht euthanasiert werden.

Vorhaut- /Penisvorfälle sind sehr schmerzhaft und sollten umgehend behandelt werden. Wichtig ist, das der Penis zum abschwellen gebracht wird. Betroffene Tiere von ihren Geschwistern immer isolieren, um ein erneutes nuckeln am Glied zu verhindern.

BLUTENDE NASE

Besonders Jungtiere leiden nach einem tiefen Sturz häufig unter blutenden Näschen und teilweise ausgeschlagenen Zähnen. Je nach schwere der Sturzes kann auch ein Schädel-Hirn-Trauma mit einhergehen, welches sich durch Haltungsschwierigkeiten und Störungen der Motorik äussert.

SYMPTOME

Das Tier blutet im Bereich der Nase und des Mäulchens. Bei strak anhaltenden Blutungen kann es zu Problemen mit der Atmung kommen, wenn der Blutfluss die Nasenlöcher verstopft oder die Lunge füllt.

Tiere mit blutenden Nasen sollten immer nach weiteren Verletzungen, wie z.B. Frakturen und Lähmungen der Gliedmaßen untersucht werden.

 

BEHANDLUNG

  1. Tupfen Sie vorsichtig mit einem sauberen, wenn möglich mit etwas Wasser befeuchtetem Tuch, Blut ab, welches die Luftzufuhr in den Nasenlöchern verstopft, um den Tieren die Atmung zu erleichtern.
  2. Wenn die Tiere bereits so alt sind, dass Sie Fell und die Augen geöffnet haben, prüfen Sie, ob die Nagezähne vorne abgebrochen sind. Sollte dies der Fall sein, prüfen Sie, ob sich diese noch im Mäulchen befinden und holen Sie diese vorsichtig heraus, damit sie diese nicht verschlucken. Das geht am einfachsten mit einem Ohrenstäbchen o.ä.

OFFENE WUNDEN / BLUTUNGEN / INFEKTIONEN

Offene, blutende Wunden müssen gereinigt und desinfiziert werden. Bei anhaltenden Blutungen, sollten diese durch einen Druckverband verschlossen werden. Bitte die Wunden nach Fremdkörpern absuchen und diese gbfl. entfernen.

BEHANDLUNG

WUNDVERSORGUNG
Entfernen Sie Fremdkörper aus der Wunde und reinigen Sie diese mit einem sauberen, sterilen Tuch vorsichtig mit etwas abgekochtem Wasser. Bei tiefen Wunden passen Sie bitte auf, dass Sie verschlossene Blutungen nicht wieder aufreißen. Desinfizieren Sie dann die Wunde und verbinden diese dann, wenn nötig.

DESINFEKTION / MEDIKAMENTATION

DESINFEKTION

Betaisodona Lösung
Flüssige Lösung zur Wunddesinfektion. Kann in steriles Wasser gegeben werden, um Wunden auszuwaschen.

Betaisodona Salbe
Salbe zur Wunddesinfektion. Auf die gereinigte Wunde auftragen. Bitte aufpassen, dass das Eichhörnchen die Salbe nicht ableckt, sonst sicherheitshalber mit einer Mullbinde abdecken.

MEDIKAMENTATION BEI INFEKTIONEN

Sollte sich bereits eine Wunde infiziert haben, sie sondert Eiter ab, das Fleisch der Wunde ist entzündet, muss dringend ein Antibiotikum verabreicht werden.

Cotrim K, 240 mg/5 ml Saft
Es handelt sich um eine Kombination von zwei Arzneistoffen, die den Stoffwechsel der Folsäure (wasserlösliches Vitamin) von empfindlichen Krankheitserregern hemmen.

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 bis 3 x täglich, ca. 1 Woche lang

Synulox Suspension
Halbsynthetisches Penicillin mit breitem Spektrum, rasche bakterizide Wirkung, gute Absorption vom Injektionsort, exzellente Gewebeverteilung und niedrige Toxizität. Lindert die Symptome der Durchfallerkrankung und der Atemwegsinfektion.

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 x täglich, ca. 1 Woche lang

KATZENBISSVERLETZUNGEN

besonders Katzenbisse sind für die erbeuteten Tiere der Katze sehr gefährlich, selbst wenn sie noch so harmlos erscheinen. Selbst kleinste Wunden können nach einigen Tagen zu einem Versterben der Beutetiere führen.
Daher ist es sehr wichtig, neben der Wundversorgung auch eine mehrtägige Antibiose zu verabreichen.

BEHANDLUNG

WUNDVERSORGUNG
Alle Biss- und Kratzspuren sollten gereinigt und desinfiziert werden. Anschließend können diese Stellen mit einer Wundsalbe zur besseren Heilung und Verhinderung von Infektionen versorgt werden. Bitte aufpassen, dass die Eichhörnchen die Salben nicht ablecken!

Zusätzlich bitte unbedingt über mehrere Tage ein Antibiotikum verabreichen.

DESINFEKTION / MEDIKAMENTATION

DESINFEKTION

Betaisodona Lösung
Flüssige Lösung zur Wunddesinfektion. Kann in steriles Wasser gegeben werden, um Wunden auszuwaschen.

Betaisodona Salbe
Salbe zur Wunddesinfektion. Auf die gereinigte Wunde auftragen. Bitte aufpassen, dass das Eichhörnchen die Salbe nicht ableckt, sonst sicherheitshalber mit einer Mullbinde abdecken.

MEDIKAMENTATION BEI INFEKTIONEN

Sollte sich bereits eine Wunde infiziert haben, sie sondert Eiter ab, das Fleisch der Wunde ist entzündet, muss dringend ein Antibiotikum verabreicht werden.

Cotrim K, 240 mg/5 ml Saft
Es handelt sich um eine Kombination von zwei Arzneistoffen, die den Stoffwechsel der Folsäure (wasserlösliches Vitamin) von empfindlichen Krankheitserregern hemmen.

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 bis 3 x täglich, ca. 1 Woche lang

Synulox Suspension
Halbsynthetisches Penicillin mit breitem Spektrum, rasche bakterizide Wirkung, gute Absorption vom Injektionsort, exzellente Gewebeverteilung und niedrige Toxizität. Lindert die Symptome der Durchfallerkrankung und der Atemwegsinfektion.

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 x täglich, ca. 1 Woche lang

FRAKTUREN

Brüche, z.B. der Beine oder des Schweifes treten vor allem nach tiefen Stürzen, Kollisionen mit Fahrzeugen und schweren Angriffen durch Räuber auf. In der Regel verheilen Frakturen sehr gut, wenn diese fachmännisch gut geschient und dem Tier die Möglichkeit eines Ausheilungsprozesses gegeben wird.

BEHANDLUNG

Betroffene Tiere bitte nicht viel bewegen, da eine Fraktur eine sehr schmerzhafte Angelegenheit ist. Suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Durch ihn sollte eine schnellstmögliche gabe von Schmerzmitteln erfolgen. Danach kann der Bruch geschient werden. Ältere Tiere, die sehr viel Angst haben, sollte man vorher durch eine kurze Narkose ruhig stellen, um ihnen den Stress bei der Behandlung zu ersparen.

MEDIKAMENTATION (GEGEN SCHMERZEN)

Metacam, 0,5 mg
1 Tropfen, 1 bis 2 x täglich

AMPUTATIONEN

Amputationen einer Pfote oder des Schwanzes kommen häufig vor und sind kein Todesurteil für die betroffenen Tiere! Sie lernen in der Regel den Verlust der Gliedmaße auszugleichen und kompensieren das fehlende Glied. In freier Natur sehen wir immer wieder sehr gut Beispiele von adulten Tieren, die mit ihrer Amputation ein normales Eichhörnchen Dasein führen. Daher müssen betroffene Tiere nicht euthanasiert werden.

Betroffene Tiere werden durch eine Auffangstation nachversorgt, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist.

BEHANDLUNG

Suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Durch ihn sollte eine schnellstmögliche gabe von Schmerzmitteln erfolgen. Wenn die Gliedmaße noch nicht vollständig abgetrennt wurde, muss über den Tierarzt entschieden werden, ob die Chance besteht, dass der betroffene Teil weiter vom Körper versorgt und eine operative Amputation unnötig wird. Ansonsten muss diese durch Tierarzt erfolgen. Je mehr vom der eigentlichen Gliedmaße erhalten werden kann, desto besser für den späteren Bewegungsapparat des Tieres.

Anschließend müssen die Tiere in eine Auffangstation für die Nachsorge überführt werden.

MEDIKAMENTATION (GEGEN SCHMERZEN)

Metacam, 0,5 mg
1 Tropfen, 1 bis 2 x täglich

VORHAUT-/PENISVORFALL

Ein Penisvorfall betrifft überwiegend die jungen männlichen Eichhörnchen. Es handelt sich um die Unfähigkeit, den Penis in die Vorhaut zurückzuziehen. Ausgelöst wird dies meist dadurch, dass die Jungtiere sich selbst oder ihre Geschwister am Penis nuckeln. Man erkennt dis an schmatzenden Geräuschen, die die Jungtiere dabei machen. Der Grund hierfür ist, dass die nuckelnden Eichhörnchen ihren Saugdruck nicht ausreichend ausleben können. Bei ihrer Mutter hängen die Kleinen eine sehr lange Zeit am Tag an den Zitzen, was für sie neben der Sättigung durch die Muttermilch, auch einen wichtigen sozialen Aspekt der Geborgenheit und des Wohlfühlens darstellt.

Bei Handaufzuchten sind die Fütterungszeiten nicht so ausgiebig, der Aspekt jederzeit die Zitze der wärmenden Mutter aufsuchen zu können fehlt. Dadurch können einige Jungtiere ihren Saugdruck nicht ausreichend stillen und fixieren sich auf den eigenen Penis oder den von Geschwistern, da dieser anatomisch der Zitze der Mutter sehr ähnlich ist.

SYMPTOME

Der Penisvorfall ist sehr schmerzhaft für die Tiere. Der Penis schwillt durch das permanente Saugen an und entzündet sich. Dadurch rutscht die Vorhaut zurück. Umso stärker der Penis geschwollen ist, umso mehr schnürt die Vorhaut das Glied ein. Es kommt zusätzlich zu einem Blutstau. Der Penis verfärbt sich dann meist dunkel und trocknet ohne die schützende Vorhaut aus.

BEHANDLUNG

Suchen Sie bitte umgehend einen Tierarzt auf. Ein erzwungenes vorziehen der Vorhaut ist nicht zu empfehlen, da es für die Tiere sehr schmerzhaft ist und sich die Vorhaut in der Regel kurze Zeit später wieder über den Penis zurück schiebt. Wichtig ist es, die Schwellung des Glieds zu lindern. Es sollte mehrmals täglich mit einer Cortisonsalbe behandelt werden. Zudem kann bei akuten Fällen eine sehr kurz Kühlung dem Penis beim Abschwellen verhelfen. Dies aber bitte nur sehr kurz, um keine Erfrierungen des empfindlichen Gewebes zu riskieren. Zudem sollte ein Antibiotikum bei starken Schwellungen und bei Entzündungen verabreicht werden.

Betroffene Tiere immer von ihren Geschwistern immer isolieren, um ein erneutes nuckeln am Glied zu verhindern. Sollten diese selbst am eignen Penis nuckeln, muss dies unterbunden werden, in dem man ihnen z.b. eine Art Windel konzipiert, die den Penis verdecken.

Die Eichhörnchen die nuckeln sollten ausgedehnter gefüttert werden. Man sollte die Milch langsamer und mit mehr Pausen geben, um ihnen ein intensiveres Sauggefühl zu ermöglichen. Zudem hilft es, diesen Jungen eine leere Fütterungsspritze mit Saugaufsatz hinzulegen. Diesen nehmen Sie gerne an als Nuckelersatz an.

BEFALL MIT EKTOPARASITEN

(FLÖHE, MILBEN, LÄUSE, HAARLINGE, FLIEGENEIER, FLIEGENMADEN, ZECKEN)

Massiver Befall mit Ektoparasiten kann tödlich für Eichhörnchen jeden Alters bedeuten. Diese sollten umgehend entfernt oder behandelt werden.

Gerade bei Tieren, die z.B. durch eine vorher gegangene Infektion ein geschwächtes Immunsystem haben, neigen dazu, dass sie unter einer massiver Zunahme eines Parasitenbefalls durch Flöhe, Milben und Haarlingen leiden. Da dies u.a. blutsaugende Parasiten sind, bedrohen sie das Leben der betroffenen Tiere zusätzlich.

Besonders schnelles Handeln ist auch bei einem Befall von Fliegenmaden und Fliegeneiern geboten. Sowie diese schlüpfen, suchen sie sich durch offene Wunden und Körperöffnungen Zugang ins innere des Eichhörnchens. Daher müssen diese sofort aus dem Fell heraus gepult werden. Am schnellsten und effektivstem geht dies mit einem feinen Kamm, zur Not, auch wenn es einige Überwindung kostet mit den Fingern.

FLÖHE

Kleine, schwarze, sehr schnelle Krabbeltiere, die schnell springen können. Sie vermehren sich sehr schnell und sollten abgesammelt werden, da sie geschwächte Tiere durch das saugen von Blut zusätzlich schwächen. Die Anwendung eines chemischen Präparates ist zu unterlassen, da sie fast ausnahmslos toxisch auf Eichhörnchen wirken!

SYMPTOME

Flöhe brabbeln relativ schnell auf dem befallenen Tier herum. Sie sind länglich geformt mit einem gänzenden schwarzen Panzer und ähneln im Aussehen kleinen Käfern. Wenn man in ihre Nähe kommt, sprinegn sie weg, daher ist gerade beim absammeln der Föhe von Hand Schnelligkeit gefragt.

BEHANDLUNG

Entfernt man am besten von Hand. Setzen Sie sich hierfür im Freien (damit Ihnen später ausgebüxte Flöhe nicht zu Hause rumspringen) mit einem hellen Tuch hin, dass sie unter das Eichhörhchen legen, um wegspringende Flöhe besser zu erkennen.

Wenn Sie einen Floh entdecken, packen Sie ihn zwischen den Fingern und reiben sie so fest, bis sie ihn zerdrückt haben. Sie haben einen recht starken Panzer, daher muss man teilweise die Fingernägel zu Hilfe nehmen.

Zudem kann man betroffene Tiere mit Kokosöl einreiben um so die Flöhe zu ersticken. Hierbei bitte Augen und Nase auslassen und darauf achten, das kein Kokosöl in die Ohren läuft.

MEDIKAMENTATION

Exner Petguard
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken, Pilze. Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Das Fell der Tiere wird damit eingesprüht, bitte darauf achten, dass es auch in Arm- und Beinbeugen angewendet wird.

Petvital Verminex
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken.
Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Ca. 5 Tropfen auf dem Rücken der Tiere entlang verteilen und in Arm- und Beinbeugen anwenden.

Stronghold, Spoton für Katzen
(NUR WENN DER BEFALL MASSIV IST)

Einmalig
als Tropfen in den Nacken der Tiere gesetzt, damit diese es nicht ablecken können. Die genaue Dosierung berechnet sich nach dem Gewicht der Tiere, niemals mehr wie 1/2 Tropfen bei größeren Eichhörnchen. 
Bei jungen Eichhörnchen muss das Präparat stark verdünnt werden, damit die Tiere nicht zu viel des Wirkstoffes abbekommen.

Wir verdünnen hierfür z.B. einen Tropfen Stronghold im Verhältnis 1/10 mit Wasser, da so die genaue Dosierung einfacher wird.

MILBEN

Sind kleine spinnenartige Tiere, die auf den ersten Blick gar nicht richtig zu erkennen sind. Parasitäre Milben verbringen ihr gesamtes Leben auf einem Wirt. Sie ernähren sich in den meisten Fällen von den Hautbestandteilen und Körperflüssigkeiten ihrer Opfer und leben auf oder in der Haut.

Da der Wirt genügend Wärme abgibt, geht von den meisten Milbenarten eine ganzjährige Ansteckungsgefahr aus.

SYMPTOME

Milben sind gräulich und erinnern bei näherem Hinsehen an winzige Spinnen. Sie krabbeln, meist in größerer Stückzahl im Fell der befallenen Tiere herum und sind auf den ersten Blick oft nicht genau zu erkennen.

Sie beißen ihre Wirtstiere und saugen Blut und Gewebesäfte auf. Sie verursachen Verkrustungen und Verschorfungen auf der Haut.

Die Tiere leiden unter starkem Juckreiz, schorfigen und teils blutigen Stellen, Ekzemen, Entzündungen, lokalem oder großflächigem Fellverlust. Ein massiver Milbenbefall kann die befallenen Tiere soweit schwächen, dass die sie abmagern und versterben.

BEHANDLUNG

Die größeren Exemplare entfernt man am besten mit einem sehr feinen Flohkamm, diese vom Haaransatz aus dem Fell raus kämmen. Allerdings erwischt man damit in der Regel nicht die Nissen und kleineren Exemplare.

Daher die Tiere mit Kokosöl, Exner Petguard, oder Petvital Verminex einreiben um so die Milben zu ersticken. Hierbei bitte Augen und Nase auslassen und darauf achten, dass nichts in die Ohren läuft.

Wichtig ist, betroffene Tiere nach einer Zeit nach zu behandeln, da sich durch die verschiedenen Entwicklungsstadien der Haarlinge und Läuse eine neue Population aus abgelegten Nissen entwickeln kann.

MEDIKAMENTATION

Exner Petguard
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken, Pilze. Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Das Fell der Tiere wird damit eingesprüht, bitte darauf achten, dass es auch in Arm- und Beinbeugen angewendet wird.

Petvital Verminex
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken.
Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Ca. 5 Tropfen auf dem Rücken der Tiere entlang verteilen und in Arm- und Beinbeugen anwenden.

Stronghold, Spoton für Katzen
(NUR WENN DER BEFALL MASSIV IST)

Einmalig
als Tropfen in den Nacken der Tiere gesetzt, damit diese es nicht ablecken können. Die genaue Dosierung berechnet sich nach dem Gewicht der Tiere, niemals mehr wie 1/2 Tropfen bei größeren Eichhörnchen. 
Bei jungen Eichhörnchen muss das Präparat stark verdünnt werden, damit die Tiere nicht zu viel des Wirkstoffes abbekommen.

Wir verdünnen hierfür z.B. einen Tropfen Stronghold im Verhältnis 1/10 mit Wasser, da so die genaue Dosierung einfacher wird.

HAARLINGE / LÄUSE

Haarlinge und Läuse gehören zu den sechsbeinigen Insekten mit einer platten, ovalen Körperform. Haarlinge und Läuse kann man unter dem Mikroskop gut an ihrer Kopfform unterschieden: Bei Läusen ist er schmaler als der Körper, bei Haarlingen im Verhältnis dazu breiter und fünfeckig.

Haarlinge ist ein Name für eine Zusammenfassung verschiedener ektoparasitisch auf Säugetieren lebende Kieferläuse. Man erkennt sie als helle, teils durchscheinende, schuppenartige Partikel im Fell. Sie halten sich mit ihren Beinen an den Eichhörnchenhaaren fest und schaben mit dem Mund die oberen Hautschichten ab. Sie bewegen sich schnell und sicher auf dem Tier fort.

Ihre Eier, die Nissen kleben sie am Haarschaft fest, sodass man sie mit einem Flohkamm kaum entfernen kann. Die Eier sind ohne Lupe gut im Tierfell sichtbar und sehen aus wie kleine Hautschuppen. Die ersten Larven schlüpfen nach sieben bis vierzehn Tagen.

Haarlinge ernähren sich von Haarbestandteilen, Hautschuppen und austretenden Gewebesäften, die bei Hautentzündungen ausgeschieden werden. Läuse stechen und saugen Blut.

Da der Wirt genügend Wärme abgibt, geht von ihnen eine ganzjährige Ansteckungsgefahr aus.

SYMPTOME

Haarlinge und Läuse sind zusammen mit den Eiern (Nissen) die sie ablegen als kleine weiße Schuppen im Fell wahrnehmbar. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass sie sich bewegen. Sie sind hell durchscheinend und bewegen sich flink.

Da Läuse mehrmals mit ihrem dünnen Saugrüsselrohr Blut aufnehmen und dabei jedes Mal an einer anderen Stelle zustechen und saugen‚ verursachen sie bei befallenen Tieren an zahlreichen Stellen starken Juckreiz. Es entstehen schorfige und teils blutige Stellen, Ekzeme, Entzündungen, lokaler oder großflächiger Fellverlust. Ein massiver Befall kann durch den Blutentzug die befallenen Tiere soweit schwächen, dass die sie abmagern und versterben.

BEHANDLUNG

Die größeren Exemplare entfernt man am besten mit einem sehr feinen Flohkamm, diese vom Haaransatz aus dem Fell raus kämmen. Allerdings erwischt man damit in der Regel nicht die Nissen und kleineren Exemplare.

Daher die Tiere mit Kokosöl, Exner Petguard, oder Petvital Verminex einreiben um so die Milben zu ersticken. Hierbei bitte Augen und Nase auslassen und darauf achten, dass nichts in die Ohren läuft.

Wichtig ist, betroffene Tiere nach einer Zeit nach zu behandeln, da sich durch die verschiedenen Entwicklungsstadien der Haarlinge und Läuse eine neue Population aus abgelegten Nissen entwickeln kann.

MEDIKAMENTATION

Exner Petguard
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken, Pilze. Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Das Fell der Tiere wird damit eingesprüht, bitte darauf achten, dass es auch in Arm- und Beinbeugen angewendet wird.

Petvital Verminex
Behandlung gegen Flöhe, Haarlinge, Läuse, Milben, Zecken.
Hierbei handelt es sich um ein ungefährliches Mittel das die Parasiten verklebt. Ca. 5 Tropfen auf dem Rücken der Tiere entlang verteilen und in Arm- und Beinbeugen anwenden.

Stronghold, Spoton für Katzen
(NUR WENN DER BEFALL MASSIV IST)

Einmalig
als Tropfen in den Nacken der Tiere gesetzt, damit diese es nicht ablecken können. Die genaue Dosierung berechnet sich nach dem Gewicht der Tiere, niemals mehr wie 1/2 Tropfen bei größeren Eichhörnchen. 
Bei jungen Eichhörnchen muss das Präparat stark verdünnt werden, damit die Tiere nicht zu viel des Wirkstoffes abbekommen.

Wir verdünnen hierfür z.B. einen Tropfen Stronghold im Verhältnis 1/10 mit Wasser, da so die genaue Dosierung einfacher wird.

ZECKEN

Zecken sind winzige Spinnentiere aus der Familie der Milben. Je nach Entwicklungsstadium sieht eine Zecke aus wie ein kleiner Käfer oder eine Spinne. Zecken haben am Kopf Stech- und Saugorgane für die Nahrungsaufnahme. Kräftige Klauen an den vorderen Beinen ermöglichen das Festhalten an ihren Opfern. Sie verbeißen sich fest in der Haut des Wirtes und lassen sich mit bloßen Fingern, nicht leicht heraus ziehen.

Das männliche Zecke zeichnet sich durch einen dunklen Schild am Rücken aus. Die weibliche Zecke erkennt man an der rot-bräunlichen Färbung des Körpers, ihr Schild ist weniger ausgeprägt als beim Männchen. Im vollgesaugten Zustand vergrößert sich der Körper der Zecken ballonartig und wird grau.

Die Entwicklung der Zecke vollzieht sich nach dem Schlupf aus dem Ei über Larve und Nymphe (Jugendform) zum adulten Weibchen oder Männchen. Nach der Anheftung an einen Wirt saugen sie sich mit Blut voll und häuten sich anschließend am Boden zur Nymphe, um sich dann erneut einen Wirt zu suchen. Dieser Vorgang wiederholt sich noch einmal bis zur erwachsenen Zecke.

SYMPTOME

Gerade, wenn ein Eichhörnchen von besonders vielen Zecken und Nymphen befallen ist, kann der vermehrte Blutverlust die Tiere schwächen.

BEHANDLUNG

Entfernen Sie am einfachsten mit einer Pinzette oder Zeckenzange. Bitte darauf achten, dass auch der Kopf mit entfernt wird, um Entzündungen zu verhindern.

Da die meisten Präparate auf Eichhörnchen toxisch wirken, sollte man, wann immer es geht, Parasiten von Hand entfernen. Besonders bei Zecken ist dies sehr gut möglich.

FLIEGENEIER UND FLIEGENMADEN

Hier ist Eile geboten!
Fliegeneier erkennen Sie als weiße, hügelige Ablagerungen, die durch das Fell blitzen. Fliegen kleben ihre Eier aneinander liegend auf die Haut der Tiere. Wenn diese schlüpfen, fressen sich die Maden umgehend in die Tiere hinein! Geschlüpft sind die Maden als durchsichtige/weißliche Würmchen zu erkennen, die sich auf den Tieren und verborgen im Fell bewegen. Sie sammeln sich vor allem an offenen Wunden, dem After und den Ohren. Bitte untersuchen Sie das gesamte Tier gründlich und sammeln Sie ALLE Maden ab. Jede einzelne Made, die auf dem Tier verbleibt, wird sich einen Weg in das Innere des Tieres fressen!!!

SYMPTOME

Die geschlüpften Larven ernähren sich vom Wirtsgewebe und verursachen dabei die Myiasis – es kommt zur Zerstörung des Gewebes und zu schweren bakteriellen Sekundärinfektionen. Im weiteren Verlauf weicht das Gewebe immer mehr auf, Fisteln und Geschwüre bilden sich und ein fauler Geruch ist typisch.

Die große Anzahl der Maden frisst sich immer weiter in das Haut- und Muskelgewebe rein und kann so je nach Lokalisation sogar in Brust-, Bauch- oder Beckenhöhle eindringen. Bakterielle Giftstoffe können zusätzlich zur Blutvergiftung mit entsprechend gestörtem Allgemeinbefinden führen. Apathie und Nahrungsverweigerung sind hier typische Symptome. Letztendlich kann unbehandelter Madenbefall in kurzer Zeit den Tod des Tieres verursachen.

BEHANDLUNG

Fliegeneier
Nehmen Sie sich einen feinen Kamm/Flohkamm. Streichen Sie damit die Eier vom Haaransatz aus dem Fell raus. Fahren Sie auch an Stellen durch das Fell, an denen Sie auf den ersten Blick keine Eier/Maden erkennen können. Teilweise platzieren sie die Eier auch mal einzeln auf der Haut, so dass sie optisch nicht zu erkennen sind.

Fliegenmaden
Sind die Maden bereits geschlüpft, also die Fliegeneier sind bereits leer, es wandern schon Maden über das Tier, befinden sich bereits an offenen Wunden oder sind in Körperöffnungen eingedrungen, muss über den Tierarzt eine schnellstmögliche Behandlung erfolgen.

Die betroffenen Stellen großflächig scheren und alle Maden entfernen. Im nächsten Schritt werden die Wunden sorgfältig gespült und desinfiziert. Bei mildem Verlauf reicht es normalerweise, die infizierten Bezirke nach der täglichen Wundreinigung mit einer lokalen Wundbehandlung (antibiotische und wundheilungsfördernde Salben oder Gels) zu versorgen. Bei schlimmer Myiasis ist dagegen meist auch die Gabe eines Antibiotikums in Form von Spritzen oder Tabletten notwendig, evtl. sogar die chirurgische Wundversorgung. Ist zusätzlich das Allgemeinbefinden gestört, muss auch entsprechend der Symptome behandelt werden.
Je nach Schweregrad der vorhandenen Zerstörung, besonders wenn die Maden bereits tief in die Muskulatur oder sogar Bauch- oder Brusthöhle eingedrungen sind, bleibt oft nur, das arme Tier von seinen Leiden zu erlösen.

MEDIKAMENTATION

Capstar Tablette 11,4mg
Sorgt dafür, dass die noch vorhandenen Maden innerhalb von einer halben Stunde das befallene Tier fluchtartig verlassen und absterben.
oral, 0,1 mg/100g Körpergewicht

BEFALL MIT ENDOPARASITEN
KOKZIDIEN, GIARDIEN, WURMBEFALL

Bei Endoparasiten handelt es sich um einen Befall mit inneren Parasiten. Diese schwächen die Tiere und führen zu Durchfällen, Immunsystemschwächen bis hin zum Tod der Tiere. Daher ist eine Behandlung äusserst wichtig.

Oftmals ist eine exakte Klassifizierung des Endoparasiten erst durch eine Kot- oder Blutuntersuchung möglich. Betroffene Tiere sollten umgehend von Geschwistertieren getrennt und in Quarantäne genommen werden, um eine Ausbreitung zu verhindern.

KOKZIDIEN

Kokzidien sind einzellige Parasiten, die fast jedes Wirbeltier befallen können. Bei Eichhörnchen sind sie die am häufigsten vorkommende Parasitose. Sie werden oral als Tröpfchen- und Schmierinfektion aufgenommen und somit schnell zwischen mehreren Tieren innerhalb einer Gruppe durch klassische Schmutz- oder Schmierinfektion übertragen. Die Ausscheidungen sind ansteckend, so dass betroffene Tiere sofort in Quarantäne genommen werden müssen.

Eine Behandlung sollte auch immer für die Tiere erfolgen, die vorher im unmittelbaren Kontakt zueinander standen. Da der Ausbruch der ersten Symptome nach der Ansteckung einige Zeit dauert, kann ein Befall von Geschwistertieren vorliegen, obwohl diese noch keine Symptome zeigen.

SYMPTOME

Kokzidien führen u.a. zu einer Störung im Magen-Darm-Trakt. Es kommt zu breiig-wässrigem Durchfall, Gewichtsverlust und vermindertem Appetit. Die Tiere werden zunehmend schwächer und teilnahmsloser.

Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung einen Befall feststellen. Kokzidien sind behandelbar.

MEDIKAMENTAION

Kokzidiol SD
Gegen Kokzidien und Infektionen des Magen-Darm Traktes.
Zuführung über das Trinkwasser, ca. 1 Woche lang.

Vecoxan
Gegen Kokzidien, 0,05 m l/ pro 100g Körpergewicht
2x im Abstand von 2-3 Tagen, falls Symptome nicht vollständig abgeklungen sind, nach 1 Woche wiederholen.
Bei Leberkokzidiose 1x tägl. 2 Wochen lang.

Bei anhaltenden Durchfällen sollte unbedingt eine unterstützende Versorgung mit Elektrolyt-Lösung und ein Aufbau des Immunsystems erfolgen, da die Tiere unter extremen Nährstoffverlusten leiden.
Entsprechende Präparate finden Sie unter dem Punkt Elekrtolyte/Immunsystem.

GIARDIEN

Giardien sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie werden, ähnlich wie Kokzidien, zu den Protozoen gezählt, d. h., es sind heterotrophe Einzeller. Auch sie können fast jedes Wirbeltier befallen. Sie siedeln sich in der Darmschleimhaut an und führen dort zu Verdauungsstörungen, anhaltenden oder wiederkehrenden Durchfällen, Erbrechen, Gewichtsverlust und Schwäche.

Sie werden oral aufgenommen und somit schnell zwischen mehreren Tieren innerhalb einer Gruppe durch klassische Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Die Ausscheidungen sind ansteckend, so dass betroffene Tiere sofort in Quarantäne genommen werden müssen.

Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung einen Befall feststellen.

SYMPTOME

Giardien siedeln sich in der Darmschleimhaut an und führen dort zu Verdauungsstörungen, anhaltenden oder wiederkehrenden Durchfällen, Erbrechen, Gewichtsverlust und Schwäche.

Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung einen Befall feststellen. Giardien sind behandelbar.

MEDIKAMENTAION

Panacur, 2,5% oder 10%
Bei Giardien und bei Wurmbefall.

Dosierung bei den verschiedenen Stärken beachten:
2,5%: 0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
10%: 0,02 ml / pro 100 g Körpergewicht
3-5 Tage ggf. Wdh.

WURMBEFALL

Die meisten Wurmarten besiedeln den Magen-Darmtrakt. Sie infizieren sich durch den Kontakt mit infektiösen Eiern oder Larven. Symptome eines Wurmbefalls können sein Durchfall und/oder Erbrechen, wunder Anus, Mangelerscheinungen durch schlechte Nährstoffversorgung, Appetit- und Gewichtsverlust, Aufgeblähter „Wurmbauch“ (bei massivem Befall). Bei Jungtieren kann schon eine geringe Anzahl an Würmern die Nährstoffversorgung verschlechtern und das Wachstum beeinträchtigten.

Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung einen Befall feststellen.

SYMPTOME

Symptome eines Wurmbefalls können sein Durchfall und/oder Erbrechen, wunder Anus, Mangelerscheinungen durch schlechte Nährstoffversorgung, Appetit- und Gewichtsverlust, Aufgeblähter „Wurmbauch“ (bei massivem Befall). Bei Jungtieren kann schon eine geringe Anzahl an Würmern die Nährstoffversorgung verschlechtern und das Wachstum beeinträchtigten.

Der Tierarzt kann durch eine Kotuntersuchung einen Befall feststellen. Würmer sind behandelbar.

MEDIKAMENTAION

Panacur, 2,5% oder 10%
Bei Giardien und bei Wurmbefall.

Dosierung bei den verschiedenen Stärken beachten:
2,5%: 0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
10%: 0,02 ml / pro 100 g Körpergewicht
3-5 Tage ggf. Wdh.

ZAHNFEHLSTELLUNGEN

Zahnfehlstellungen entstehen in den meisten Fällen durch tiefe Stürze, vor allem junger Eichhörnchen. Durch den harten Aufschlag prallen sie mit dem Kopf auf harten Untergrund. Dadurch könne sich Verschiebungen der Zahnwurzeln und des Kieferapparates ergeben. Selbst kleinste Verschiebungen führen dazu, dass die vorderen Nagezähne nicht sauber aufeinander treffen. Dies führt dazu, das sich die Zähne beim Nagen von Nahrung nicht mehr gegenseitig abnutzen. Da die Zähne ein Leben lang nach wachsen, kann hierdurch keine natürliche Abschleifung der Zähne mehr erfolgen. Dies hat zur folge, dass die Zähne unkontrolliert wachsen bis zu dem Stadium, an dem die Eichhörnchen nicht mehr in der Lage sind, genug Nahrung aufzunehmen. In der Folge magern sie ab und verhungern qualvoll.

In vielen Fällen kann eine einzige professionelle Kürzung der Zähne ausreichen, um den Zahnbiss so zu korrigieren, dass die Abnutzung der Zähne wieder herstellt ist. Daher lohnt es sich, auch bei adulten Tieren eine Kappung der Zähne auszuführen.

SYMPTOME

In folge der Zahnfehlstellung wachsen die Zähne unkontrolliert weiter. In freier Natur finden sich immer wieder Eichhörnchen vor, deren Zähne so lang gewachsen sind, dass sie sich im fortschreitenden Stadium wie eine Spirale eindrehen. In folge dessen entstehen blutige und entzündete Verletzungen und Wunden im Nasen- und oberen Kieferbereich der Tiere, wenn die Zähe dort unweigerlich immer wieder ins Gewebe eindringen. Es ist für uns immer wieder unbegreiflich, wie diese Eichhörnchen es schaffen, sich so lange mit dieser immensen Behinderung einigermaßen ernähren können. Bei besonders schlimmen Fällen behindern die Zähne die Zufuhr von Nahrung fast vollständig, so dass es den Tieren unmöglich ist, größere Nahrungsteile wie z.B. Nüsse zu zerkleinern, geschweige denn zu knacken.

Im Laufe der Zeit wird die Nahrungsaufnahme immer schwieriger, sodass die Tiere abmagern und verhungern. Wir bekommen immer wieder Eichhörnchen gebracht, die extrem geschwächt mit einer massiven Fehlstellung aufgefunden wurden.

Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es in vielen dieser Fälle sinnvoll ist, die Tiere mit Lebendfallen einzufangen und ihnen unter einer leichten Narkose die Zähne zu kürzen. Wenn dies perfekt ausgeführt wird und der Aufbiss der oberen und unteren Vorderzähne wieder herstellt wurde, schleifen sich die Zähne wieder ordentlich gegenseitig ab.

Oft haben sich die Tiere in jungen Jahren, bedingt durch die Zahnfehlstellung, ein verändertes Kauverhalten angelernt. Dadurch verändern sie den natürlichen Bewegungsvorgang beim kauen so, dass sie mit ihrer Fehlstellung die Nahrung besser aufnehmen können. Das richtige Kauverhalten muss ihnen wieder beigebracht werden, da dieses wichtig für das natürliche Abschleifen der Zähne ist. Daher sollte diesen Eichhörnchen in der ersten Zeit vorwiegend Nahrung mit härterer Struktur, wie z.B. ganze Nüsse mit und ohne Schale oder Sonnenblumenkerne mit Schale angeboten werden. In freier Natur haben sie diese bislang gemieden und sie werden zunächst weiche Nahrung bevorzugen. Sowie sie allerdings merken, dass sie wieder uneingeschränkt Zugang zu ihrem Mäulchen haben, nehmen sie das harte Futter sehr gut an und beginnen, dieses zu nagen.

Bei sehr schweren Fällen der Zahnfehlstellung bringt das Kürzen der Zähne leider keinen dauerhaften Erfolg. Die Zähne sind nach einigen Wochen bereits wieder so weit nachgewachsen, dass sie erneut gekürzt werden müssen. Der Intervall hängt von der Schwere der Zahnfehlstellung ab und variiert zwischen 4 und 10 Wochen. Diese Tiere können nicht zurück in die Freiheit entlassen werden. Sie benötigen eine lebenslange Unterbringung in geeigneten großen Freigehegen. Da das regelmäßige Einfangen zum Zähnekürzen besonders für adulte Eichhörnchen ein enormer Stress ist, ist es hier besser, die Tiere von ihrem Leid zu erlösen. Selbst wenn die Behandlung der Zahnfehlstellung unter einer leichten Narkose ausgeführt wird, bleibt das Einfangen den Tieren nicht erspart.

Wenn Ihnen ein Eichhörnchen in Ihrer Umgebung auffällt, dass unter einer Zahnfehlstellung leidet, kontaktieren Sie uns bitte. Der Versuch, es über eine Lebendfalle zu fangen und die Zähne zu kürzen kann dem betroffenen Tier das Leben retten.

GUT VERTRÄGLICHE MEDIKAMENTE UND AUFBAUPRÄPARATE

Hier einige Angaben zu Präparaten, die von Eichhörnchen sehr gut vertragen werden. Es handelt sich um Erfahrungswerte, aufgrund der von uns und unseren Tierärzten ausgeführten Behandlungen und Medikamentationen. Wir übernehmen keine Haftung. Genaue Dosierungen, Neben- und Wechselwirkungen müssen vom behandelnden Tierarzt anhand von Allgemeinzustand, Gewicht, Alter und der Kombination mit parallel verabreichten Medikamenten überprüft werden.

SCHMERZMITTEL

Metacam, 0,5 mg
Schmerzen, Bissverletzungen, Entzündungen, Schwellungen, Frakturen
1 Tropfen, 1 bis 2 x täglich

Novalgin Tropfen
Schmerzen, Krämpfe, Bauchleiden, Fieber
1 Tropfen, alle 5 Stunden

Traumeel
Schmerzen, Schwellungen, Schock, Trauma, Kopfschiefhaltung Entzündungen
0,1 bis 0,2 ml, 2 bis 4 x täglich

ANTIBIOTIKA

Cotrim K, 240 mg/5 ml Saft
Bakteriellem Durchfall, Lungenentzündung, Harnwegsinfektionen, Ohrenentzündungen sowie des Mund- und Rachenraums,
sehr gut verträglich

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 bis 3 x täglich, ca. 1 Woche lang

Synulox Suspension
Halbsynthetisches Penicillin mit breitem Spektrum, rasche bakterizide Wirkung, gute Absorption vom Injektionsort, exzellente Gewebeverteilung und niedrige Toxizität. Lindert die Symptome der Durchfallerkrankung und der Atemwegsinfektion.

0,1 ml / pro 100 g Körpergewicht
2 x täglich, ca. 1 Woche lang

KORTISON

Dexamethason
Krämpfe, Schockzuständen
auch oral verabreichbar
0,1 bis 0,2 ml / pro 100 g Körpergewicht

Voren Depot
Krämpfe, Schockzustände, Lähmungen, Kopfschiefhaltung
0,05 ml / pro 100 g Körpergewicht
kann nach 4 Tagen wiederholt werden

Prednisolon 1%
Krämpfe, Schockzustände, Lähmungen, Kopfschiefhaltung
auch oral verabreichbar
0,01 bis 0,02 ml / pro 100 g Körpergewicht

WUNDVERSORGUNG

Tyrosur Gel und Puder
Infizierte Wunden, Katzenbisse

Medihoney
Antibakterieller Honig (Apotheke)
Abszesse, Katzenbisse

Adrenalin
Stark blutende Wunden
Getränkten Tupfer auf Wunde pressen

AUGENVERLETZUNGEN

Floxal Tropfen oder Salbe
Augenentzündungen, Verletzungen des Auges
mehrmals täglich

Bepanthen Augensalbe
Befeuchtung gereizter Augen, Regeneration von Bindehaut- und Hornhautverletzungen
mehrmals täglich

SCHWINDEL / SHT

Vertigoheel
Oral in etwas Flüssigkeit verdünnt verabreichen
1 Tropfen 2 x täglich

IMMUNSYSTEM

Manuka Honig
Stärkung des Immunsystems
Oral in Wasser gelöst verarbreichen

Engystol
Stärkung des Immunsystems, gut bei Atemwegsproblemen

Zylexis
Stärkung des Immunsystems, gut bei Abszessen, Erkältungen, Bakteriellen- und Virusinfektionen
1 Ampulle subkutan ggf. auf 2 Tage aufteilen

Vitamin B Komplex
Kopfschiefhaltung, Lähmungen, Krämpfe, appetitanregend
0,1 ml pro 100 g Körpergewicht

ELEKTROLYTE

Ringerlösung
Infusion und oral
5 ml pro 100 g Körpergewicht
nach Bedarf 2-3x täglich

Sterofundin BG-5
Infusion und oral
5 ml pro 100 g Körpergewicht
nach Bedarf 2-3x täglich

Elotrans
Oral, mit Wasser oder Fencheltee anrühren
mehrmals täglich

VERDAUUNG

Sab Simplex Tropfen
Gegen Blähungen, Durchfälle
bis zu 2 Tropfen bei jeder Fütterung

Stullmisan
Gegen Durchfälle
1 Messerspitze zu jeder Fütterung

Dimeticon
Gegen Durchfälle
bis zu 2 Tropfen bei jeder Fütterung

Dystan
Gegen Durchfälle
1 Messerspitze zu jeder Fütterung

Bene Bac / Pro Pre Bac
Bei Bauch- und Darmbeschwerden
1/2 Erbsengroße Menge bei jeder Fütterung